Roßwälden

           
  

                                                                                                                                                                  

                                                          
      

Nachdem unsere Wanderung zu den Märzenbechern im letzten Jahr dem Winter zum Opfer gefallen ist und die hübsche Frühlingsblume sich unterm Schnee versteckt hatte, wollen wir dieses Jahr unser Glück versuchen; wir werden also die Wanderung ab Bad Überkingen durch das Rötelbach- und Autal wiederholen. Das dortige Naturschutzgebiet ist nicht nur durch das Massenvorkommen der Märzenbecher bekannt, es gibt dort auch eine Vielzahl von Quellaustritten, so dass hervorragend ausgebildete Schluchten und Klingen entstanden sind. Diese Karstquellen und wasserüberrieselten, bemoosten Kalktuffbildungen stellen einen einzigartigen Lebensraum dar. Hier gedeihen Lerchensporn, Moschuskraut, Große Schlüsselblume, Wald-Gelbstern und die seltene Schuppenwurz und vieles mehr.

 

Treffpunkt: Mittwoch, 12. März, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

 

Nachlese Bad Überkingen

 

Die Märzenbecher steh´n Spalier in grün-weiß-grünen Trachten und freuen sich mit Mensch und Tier, weil sie den Frühling brachten.

 

Frühlingsläuten im Wald! Die märchenhaften Märzenbecher läuteten auf unserer Tour den Frühling ein! Traumhaftes Wetter – Sonnenschein pur! Schon im Rötelbachtal wurde der Fotoapparat gezückt und das war nur der Anfang. Die interessanten und seltenen moos-bewachsenen Sinterterrassen wurden von den Märzenbechern eingerahmt und auch auf der weiteren Strecke auf dem Wald- und Wasserweg durchs Autal begleiteten uns ständig die beeindruckenden Frühlingsblüher.

Fazit: Einmalig schön wars!

 

In einem Seitental der Fils bei Bad Überkingen findet man das Naturschutzgebiet Autal. Es umfasst den Talschluss des Autals und den nordseitigen Steilhang zur Albhochfläche mit tiefen Schluchten und einer aktiven Wasserhöhle.
Im Bereich der Quellaustritte im hinteren Autal und auch im benachbarten Rötelbachtal wird von den Bach- und Quellkalken „Tuffstein“ aufgebaut. Die Steilhänge sind ständig in Bewegung - besonders nach der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen kommt es umfangreichen Rutschungen. So entstehen im Schluchtwald immer wieder kleine Lichtungen, die sich selbst überlassen sind und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten für Flora und Fauna bieten. Den Ausschlag, das Gebiet unter Naturschutz zu stellen, gab das Massenvorkommen des Märzenbechers. Diesem Frühblüher sagen die Standortverhältnisse im hinteren Autal ganz besonders zu.