Roßwälden

                                                  

Die Fünftälerstadt Geislingen liegt herrlich in die Landschaft eingebettet und ist von den Höhen der Schwäbischen Alb umschlossen. Eine mittelalterliche Stadtanlage mit alamannischen Fachwerkhäusern lädt zum Entdecken und Bummeln ein und dies wollen wir im Rahmen einer Stadtführung ausgiebig tun. Danach ist im „Bräustüble“ für uns reserviert, so dass wir uns ebenso ausgiebig auf die kulinarischen Genüsse freuen können.

Ab Ebersbach fahren wir mit dem Zug; eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Wir treffen uns wie gewohnt und bilden Fahrgemeinschaften.

Anmeldung bei Fred, Tel. 2528

 

Treffpunkt: Mittwoch, 10. Februar, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

Nachlese

Ein eiskalter Wind fegte durch die Geislinger Altstadt, als uns Frau Riehle auf eine kurzweilige und humorvolle Stadtführung mitnahm. Historische Bauwerke sind Zeugen der lokalen Geschichte, die uns Frau Riehle hautnah auf ihre heitere Weise näher brachte. Die verträumten Winkel wollten entdeckt werden. Neben dem „Alten Zoll“ hat uns die evangelische Stadtkirche aus dem frühen 15. Jahrhundert besonders beeindruckt.                                                                       Im „Bräustüble“ konnten wir uns anschließend aufwärmen und Essen und Trinken genießen, bevor uns der Zug nach Ebersbach zurück brachte.

 

                                                    

Januar

Das weite todesmüde Schweigen;
Die kalte Klarheit in der Luft;
Die Bäume mit den kahlen Zweigen;
Auf frischem Schnee ein blauer Duft;

Und drunter all das junge Leben,
Um dessen still verborgnes Sein
Schon ahnungsvolle Träume schweben
Von einer Welt im Sonnenschein.

 

Traditionsgemäß bleibt das Auto bei unserer Januar-Wanderung in der Garage. Wir wandern nach Reichenbach und kehren gemütlich im Café Eberle (Rathaus-Café) ein.

 

Treffpunkt: Mittwoch, 13. Januar, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

    

                                                        

 

Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?
Hörst auch du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen?...
Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume?...

                                                                                                         Ada Christen

Zuerst eine kleine Wanderung rund um Roßwälden, danach unsere Weihnachtsfeier im Bäckerhaus, genau wie im letzten Jahr und in all den Jahren zuvor. Was sich aber geändert hat ist der Wochentag! Wir treffen uns an einem

Dienstag,

 

nicht wie gewohnt an einem Mittwoch! Ein paar Bilder vom vergangenen Wanderjahr, einige Einlagen mit Gedichten und natürlich auch etliche besinnliche Weihnachtslieder werden uns den Nachmittag verschönen und uns auf Weihnachten einstimmen.

 

Treffpunkt: Dienstag, den 8. Dezember, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

 

                                                   

 

„Dieser Stein sey zum ewigen Andenken des besten Landes- Vatters Carls, Herzogs zu Würtemberg, der hier zwischen der Endersbacher und Strümpfelbacher Gemeinde Waldstrittigkeiten glücklich beylegte.

d. 7. Juni 1793“.

Diese Inschrift befindet sich auf dem Karlstein, dem Ziel unserer Novemberwanderung. Der Karlstein ist ein Gedenkstein in den Weinbergen in der Nähe von Endersbach und Strümpfelbach (beide Ortsteile von Weinstadt östlich von Stuttgart). Bei ihm befindet sich ein Aussichtspunkt auf etwa 430 m über NN, der einen weiten Blick ins Remstal und bis nach Stuttgart bietet. Zuvor wandern wir jedoch durch den wunderbaren Wald, steigen in diesem die große Holztreppe hinauf und dann geht´s vorbei an dem Hofgut Burg, durch die Weinberge, um vom Dach des „Schützenhäusle“ den einzigartigen Rundumblick ins Remstal zu genießen. Dann, wie gesagt, der Aufstieg zum Karlstein. Auf schönen Waldwegen wandern wir dann zurück zum Parkplatz. Zur Einkehr sind wir im „Ochsen“ in Aichelberg angemeldet.

 

Treffpunkt: Mittwoch 11. November, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

Nachlese Karlstein

Der „goldene Oktober“ ist ja hinreichend bekannt. Bei unserer Wanderung zum Karlstein haben wir aber einen „goldenen Novembertag“ erwischt! So war es auch kein Wunder, dass sich 40(!) Wanderer am Waaghäusle einfanden und keiner wurde enttäuscht, denn sowohl die Wanderung selbst als auch die Einkehr haben alle Erwartungen erfüllt. Mit einem einzigen Satz können wir diesen Nachmittag beschreiben: Es war wunderschön!

 

 

 

 

 

                                          

Der Sommer gibt Korn,

der Herbst gibt Wein;

der Winter verzehrt,

was beide beschert.

Die für Oktober vorgesehene Weinbergwanderung auf dem Rössleweg in Stuttgart müssen wir leider aus organisatorischen Gründen verschieben! Ganz ohne Weinberg bei unserer Herbstwanderung? Nein, wenigstens ein einziger Wengert, das muss schon sein! In welcher nahegelegenen Stadt gibt es lediglich einen Weinberg? In Plochingen! In der „Nothalde“, dem westlichsten Zipfel an der Grenze zu Altbach und Deizisau, wird seit 1984 durch den „Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Plochingen e.V.“ wieder Wein angebaut. Unter Anleitung des Esslinger Weingärtners Achim Jahn werden von den Mitgliedern im Weinberg jährlich ca. 800 ehrenamtliche Helferstunden geleistet. Kellermeister Adolf Bayer aus Rüdern baut den Wein dann jeweils sortenrein aus.

Wir parken am Sportgelände auf dem Pfostenberg, wandern dann bergab und auch steil bergauf, haben unterwegs auch noch eine Überraschung(!!!) eingeplant und freuen uns auf eine schöne herbstliche Wanderung.  Gemütliche Einkehr ist dann in der Vereinsgaststätte „Zum Pfostenberg“ des FW 1911 Plochingen.

Treffpunkt: Mittwoch 14. Oktober, 13.30 Uhr Waaghäusle

 

Nachlese Plochingen

Plochinger „Hansen-Wein“, etwas ganz besonderes! Die Roßwälder Wanderfreunde durften ihn probieren bei ihrer Wanderung vom Pfostenberg durch den herbstlichen Wald, vorbei am einzigen Plochinger Weinberg, hinauf an den Waldrand auf Altbacher Gemarkung. Dort wartete die angekündigte Überraschung. Schon von weitem hörten die Wanderer Akkordeonmusik und die Gläser mit dem Plochinger Veltliner waren schon eingeschenkt! „Käsfüaßla“ von Karin und „Hörnla“ von Erika durften natürlich auch nicht fehlen. Danach gings frohgelaunt weiter Richtung Vereinsgaststätte Pfostenberg. Trotz „minimalster“ Speisekarte war die Stimmung gut und alle freuen sich schon auf die nächste Wanderung!

 

Näheres zum „Hansen-Wein“

Bereits im 8. Jahrhundert wurde in Plochingen Wein angebaut. Bis in das 19. Jahrhundert betrug die Rebfläche rund 90 ha. Doch mit der Industrialisierung der Region wurde der gewerbliche Weinanbau 1929 eingestellt. Doch seit 1984 bewirtschaftet der Historische Weinbauverein Plochingen wieder einen Weinberg.

Die erste Weinlese erfolgte 1986. In der Weinlage Plochinger Hansen werden heute auf 1 Hektar Trollinger, Dornfelder, Kerner, Riesling und Veltliner angebaut. Der Veltliner hat hier eine lange Tradition. Er ist der ursprüngliche Hansenwein, welcher hier im 17. Jahrhundert angebaut wurde. Durch einen konsequenten Qualitätsrückschnitt werden nur 7.000 Liter pro Jahr produziert.

Gemäß einer europäischen Verordnung darf der Grüne Veltliner nur noch in Österreich kultiviert werden. Der heutige Weinanbau in Plochingen wurde mit einer Ausnahmegenehmigung gestattet. Der gewonnene Wein darf nicht in den öffentlichen Handel gelangen. So können ihn nur Vereinsmitglieder erwerben. Aber es besteht die Möglichkeit den Wein zu probieren. So ist er ein fester Bestandteil bei Veranstaltungen in Plochingen. Hier besteht regelmäßig die Möglichkeit zu einer Weinprobe.

Der Reinerlös aus den Weinverkäufen und Mitgliedsbeiträgen geht an die Franz-Öchsle-Stiftung. Sie unterstützt mit diesem Geld soziale Einrichtungen, sowie die Altenhilfe und bedürftige Plochinger Bürger.

PS: Früher hießen viele Weingärtner in Plochingen Hans mit Vornamen. Die Weinhändler unter sich sagten daher: „Ich geh zu den Hansen“; jeder wusste, sie meinen Plochingen und so entstand der Name „Hansen-Wein!“